Archiv für Februar 2011


Frauen schlafen nach Alkohol schlechter als Männer

21. Februar 2011 - 10:24 Uhr

Beim Einschlafen mag er hier und da hilfreich sein – aber in der Nacht schlägt der Alkohol dann zu. Schlafstörungen und Wachliegen sind die Folgen, an denen Frauen intensiver leiden als Männer. Das schreibt der Spiegel heute auf seiner Webseite.

Forscher von der University of Michigan in Ann Arbor ließen ihre Freiwilligen im Schlaflabor übernachten. Ein Teil der Probanden trank sich unter Aufsicht einen Rausch bis zu einem Promille an, die andere Gruppe bekam ein Placebo-Getränk. Bei allen wurden in der Nacht über acht Stunden Herz- und Hirnaktivität überwacht. Am nächsten Morgen füllten die Teilnehmer zudem Fragebögen über die Qualität ihres Schlafes aus.

Die Frauen gaben ihren Schlaf als deutlich schlechter an. Das war auch durch die Messergebnisse nachvollziehbar. Sie lagen länger wach, hatten schlechter geschlafen und fühlten sich am Morgen viel müder als die Männer.

Der Körper, der in der Nacht eigentlich ruhen und sich regenerieren sollte, muss sich mit dem Abbau des Alkohols beschäftigen. Das schnelle Einschlafen, sagt der Leiter des Experimentes, Todd Arnedt, sei auch nicht gesund, sondern eher eine Art von Ohnmacht.

59 Frauen und 34 Männer nahmen teil, davon hatten 29 Personen Alkoholismuskranke in ihrer Familie. Die schlechtere Schlafqualität bei den Frauen im Test stand aber in keinem nachweisbaren Zusammenhang damit – sie schliefen durchgehend schlechter als die Männer, ohne sichtbaren Zusammenhang zur Familiengeschichte.

Der Artikel zu dem Experiment ist hier bei SPON zu finden.

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Die Angst vor der Angst – innere Einstellung beeinflusst Heilung

17. Februar 2011 - 09:55 Uhr

Wer seiner Therapie oder einem Medikament nichts zutraut, hat mehr Schmerzen als Patienten, die ihre Heilung zuversichtlich angehen. Das haben Wissenschaftler der Uniklinik Hamburg-Eppendorf herausgefunden.

22 gesunde Teilnehmer haben sichfür diese Studie freiwillig Schmerzen ausgesetzt und bekamen Schmerzmittel.

Es zeigte sich, dass die Probanden, die zuversichtlich waren und der Therapie eine gute Wirkung zutrauten, wesentlich weniger Schmerzen hatten.

Auch spannend finde ich: als die Forscher die Schmerzmittelgabe angeblich stoppten, sie aber heimlich weiterführten, stiegen die Schmerzen der Teilnehmer stark an. Das zeigt ein Phänomen, das viele aus ihrem eigenen Krankheitsalltag kennen: die Angst vor dem Schmerz (oder auch die Angst, möglicherweise eine Panikattacke bekommen zu können), bringt sofort das gefürchtete Ergebnis – die Angst vor der Angst eben.

Es ist also wichtig, mit einer positiven Grundeinstellung in eine Therapie zu gehen. Hier können begleitend und unterstützend Anwendungen wie Reiki, Pranaheilung oder leichte Hypnose helfen, diese innere Ruhe und Zuversicht zu erlangen. So kann die Seele mithelfen, dem Körper den Weg zur Heilung leichter zu machen.

Focus Gesundheit hat hier den Bericht dazu.

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Altägyptische Zehprothese hilft heute noch

15. Februar 2011 - 09:53 Uhr

Über 2000 Jahre sind die Zehprothesen alt, die Archäologen in ägyptischen Gräbern gefunden haben. Eine wurde aus Holz und Lederscharnieren hergestellt, die andere aus Pappmaché mit Leinen und Leim.

Die Archäologin Jacky Finch von der Universität Manchester hat diese Prothesen nachgebaut und sie an zwei Freiwilligen getestet, denen jeweils der rechte große Zeh fehlte. Das Ergebnis ist erstaunlich: die Probanden konnten mit den Gehhilfen sehr gut laufen.

Spiegel Online hat hier darüber berichtet, eine der Zehprothesen ist auch abgebildet.

Was ich als Barfußlehrerin faszinierend finde, ist, dass die Form unserer Füße sich offenbar trotz der häufig ungesunden Schuhmode nicht so sehr verändert hat. Eine der Prothesen stammt von etwa 600 vor unserer Zeitrechnung – nach 2600 Jahren wird sie immer noch als passend und hilfreich empfunden.

Ein Hinweis für Träger von engen Schuhen: gönnen Sie Ihren Füßen jeden Abend eine kleine Entspannung, indem Sie die Zehen weit spreizen. Hilfreich – auch für Männer – sind Zehenspreizer, wie sie beispielsweise beim Lackieren von Zehennägeln benutzt werden – hier einige Bilder. Und ja: auch Männer tragen häufig viel zu enge Schuhe, nicht nur die Frauen mit ihren Pumps.

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Schlafmangel: dicke Kinder, gefährdete Erwachsene

10. Februar 2011 - 09:20 Uhr

Wissenschaftler in den USA haben die Folgen von zuwenig Schlaf erforscht – an Kindern und an Erwachsenen. Die Ergebnisse zeigen, dass genügend Schlaf sehr wichtig für die Gesundheit ist, und das schon von der Kinderzeit an.

Kinder, die zu wenig schlafen oder unregelmäßige Schlafenszeiten haben, laufen Gefahr, übergewichtig zu werden. Wenn die Kinder dann übergewichtig sind, mindert das nochmals die Schlafqualität – hier beißt sich die Katze in den Schwanz.

Erwachsene, die zu wenig schlafen, laufen ebenfalls Gefahr, übergewichtig zu werden. Für sie stehen aber noch mehr Gesundheitsrisiken im Raum: die Möglichkeit, einen Schlaganfall zu bekommen, erhöht sich. Außerdem belastet Schlafmangel das Herz, schlafarme Menschen sind also anfälliger für Herz- und Kreislaufkrankheiten. Auch Diabetes kann dadurch begünstigt werden.

Mehr zu Schlafmangel bei Kindern hier bei Springer Medizin

Mehr zu Schlafmangel bei Erwachsenen hier bei Focus Gesundheit

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Pupsen: nicht gesellschaftsfähig, aber gesund

9. Februar 2011 - 19:09 Uhr

Er ist peinlich, wenn er laut wird oder riecht und man gerne in den Boden versinken möchte: der Pups oder Furz (vornehm: Wind).

Aber: Pupsen oder furzen tut einfach gut. Und zu Luthers Zeiten war das kleine Trompetengeräusch auch durchaus noch gesellschaftsfähig, denn ihm wird der Ausspruch zugeschrieben; Was rülpset und furzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmacket?.

Hademar Bankhofer erklärt in diesem Artikel, warum Pupsen wichtig für unsere Gesundheit ist und was dabei im Darm geschieht.

(Übrigens: in der Medizin sagt man “Windverhalt”, wenn der Darm nicht mehr arbeitet und keine Fürze mehr entstehen.)

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Zeckenschutz im Winter – Borreliose und Heilpflanzen

2. Februar 2011 - 11:05 Uhr

Winter – Kälte, Schnee, kahle Wiesen, Büsche und Bäume… da sind Zecken doch noch gar kein Thema?

Leider doch -  Zecken werden schon ab sieben Grad plus munter, sagt der Bundesverband für Tiergesundheit e.V.

Das heißt für uns Katzen- und Hundebesitzer also: schon in den ersten milden Tagen vorsichtig sein und die Fellnasen und uns selbst gründlich auf Zecken untersuchen.

Die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit beim Menschen ist die Borreliose. Das Fiese bei der Borreliose ist: ihre Symptome können schon wenige Tage nach dem Biss auftreten, aber genauso gut erst Monate später. Und dann hat man den Zeckenbiss mit der roten Hautstelle schon längst vergessen.

Borreliose lässt sich mit alternativen Mitteln sehr gut behandeln, sagt der Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl.

Er hat Buch Borreliose natürlich heilen herausgebracht, über das Sie hier Informationen finden.

Auch Werner Kühni und Walter von Holst haben sich mit Naturheilverfahren bei Borreliose beschäftigt, das Buch finden Sie hier.

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Hund erschnüffelt Darmkrebs

1. Februar 2011 - 17:52 Uhr

Dass Hunde Krebserkrankungen riechen können, wissen Forscher schon seit einer Weile. Jetzt haben japanische Forscher einen Labrador trainiert, der mit einer Trefferquote von 90 Prozent erschnüffeln konnte, welche Patienten an Darmkrebs leiden.

Der Hund bekam Proben von Stuhl und Atem vorgesetzt. Nur ein Teil stammte von krebskranken Menschen, die anderen waren von Gesunden oder von Freiwilligen, die früher einmal Krebs gehabt hatten.

Am besten, sagen die Forscher, hätte der Hund diejenigen Proben herausgerochen, die von Menschen mit Krebs im Frühstadium stammten.

Hier auf  Spiegel online ist der ganze Artikel dazu, es gibt auch Links zu Berichten über frühere Versuche mit Krebs-Schnüffelhunden, minensuchenden Ratten oder einem Geier, der hilft, Leichen aufzuspüren.

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Krumpe Adern

1. Februar 2011 - 08:26 Uhr

Der Name “Krampfadern” hat nichts mit Krämpfen zu tun. Der Name ist ein verballhorntes Wort aus dem Mittelalter. Damals nannte man die blauen Schlangen auf den Beinen “krumpe Adern”.

In der medizinischen Fachsprache heißen die unerwünschten Beinverzierungen “Varizen”. Das kommt vom lateinischen “varis” für Knoten. Sie können überall im Körper auftreten, auch an und in Organen.

Wie entstehen sie?

Krampfadern gehören zu den Venenerkrankungen. Die genauen Gründe für ihre Entstehung sind nicht bekannt – das Gewebe der Venenwände ist schwach und weich. Oft arbeiten auch die Venenklappen nicht richtig. Vermutet wird, dass diese Gewebs- und Klappenschwäche angeboren oder vererbt ist. Das Blut dehnt die Wände der Venen aus, dadurch bekommen sie die sackförmigen Ausweitungen, die dann als “Schlängel” unter der Haut sichtbar werden. Auch Hämorrhoiden sind Krampfadern.

Frauen sind öfter betroffen als Männer, eine Studie zeigt drei erkrankte Frauen auf einen Mann.

Gute Informationen hierzu gibt die Seite Medizinfo.

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